Welcher Fußboden passt zu mir?

Die große Vielfalt an Formen, Farben und Materialien für Fußböden machen es uns nicht unbedingt leicht, eine Entscheidung zu treffen. Dies gilt auch für Bodenbeläge. Sie stehen vor Ihrem Haus-Neubau oder der Sanierung eines gekauften Hauses und nun ist die Wahl des richtigen Fußbodens dran. Doch was passt denn eigentlich zu Ihnen?

Ein erster Ansatz, um den passenden Boden für sich zu finden fußt auf die Überlegung, was dieser “aushalten” soll. Wenn Sie z.B. Haustiere haben, dann ist ein empfindlicher Boden, der leicht zerkratzen kann, die falsche Wahl. Für die Küche oder das Badezimmer eignen sich Fliesen besser als Teppiche oder Holzfußböden.

Aber natürlich gibt es auch weitere Aspekte, die bei der Wahl des Bodens berücksichtigt werden sollten, nicht zuletzt, wenn der Fußboden auch zu Ihren Möbeln passen soll. Wir haben einige zusammengefasst, damit Ihnen die Wahl leichter fällt:

Familien-geeignete Böden:

Holzböden wie Dielen oder Parkett sind extrem strapazierfähig und sehr gut für Familien mit Kindern geeignet. Denn natürlich kann mal ein Glas herunterfallen oder der Roller der Tochter mit ins Haus genommen werden.

Mit der richtigen Pflege sind Holzböden sehr lange haltbar und sehen zudem einfach schön und edel aus. Sie verschaffen dem Raum eine gemütliche Atmosphäre und sorgen für warme Füße. Außerdem passen Sie zu fast jeder Einrichtung. Wenn Sie sich für Holzböden entscheiden, achten Sie darauf, dass diese geölt oder gewachst sind.

Natürlich sind auch Naturstein- oder Fliesenböden eine Möglichkeit. Allerdings sind diese eher kalt (da frieren die Kinderfüße schnell) und wenn sie nicht imprägniert oder poliert sind (unbedingt drauf achten), dann verewigt sich der Orangensaft-Fleck für immer auf dem Boden.

Kork ist relativ weich und wirkt warm an den Füßen. Daher freuen sich vor allem Kinder über Korkfußböden. Dieser Bodenbelag ist außerdem leicht zu reinigen. Ob er sie optisch überzeugt, müssen Sie natürlich selber entscheiden. Auf Versiegelung des Korkfußbodens achten. 

Allergikergeeignete Fußböden:

Allergiker sollten so gut es geht auf Teppiche und hochflorige Bodenbeläge verzichten, denn hier setzen sich Pollen und Hausstaubmilben schnell fest. Glatte Fußböden, die sich leicht reinigen lassen, sind zu empfehlen.

Fliesen-, Marmor- oder Steinböden sind die beste Wahl für Allergiker, denn sie vertragen eine häufige Reinigung gut und hier setzt sich kaum etwas fest. Wenn Sie aber auf keinen Fall auf einen kuscheligen Textiluntergrund verzichten möchten, ist ein kurzfloriger Bodenbelag eine gute Alternative. Kurzflorige Teppiche binden Staub, statt ihn aufzuwirbeln. Also ist auch dieser Bodenbelag eine Option.

Haustier-geeignete Böden:

Wenn Sie Haustiere wie Hunde oder Katzen zuhause haben, die auch viel über Ihren Innenraum-Fußboden laufen und toben, dann sollten Sie ggf. auf empfindliche Holzfußböden verzichten. Diese verkratzen sehr leicht, was allerdings auch schon bei PVC passieren kann. Sogar Steinböden und polierte Oberflächen eignen sich nur schlecht für Haustiere.

Besser beraten sind Sie hier mit Fliesen oder Laminat. Beide sind strapazierfähig und halten auch Kratzern meist gut Stand. Neben diesen beiden Varianten funktionieren natürlich auch kurzflorige Teppiche (sofern Ihre Tiere stubenrein sind). Wenn Ihre Tiere allerdings stark Haaren oder generell langhaarig sind, sind Laminat und Fliesen deutlich leichter zu reinigen als Teppiche.

Fazit

Wer baut oder renoviert, hat oft die Qual der Wahl. Mit ein paar Gedanken zur Nutzung der Räume, lässt sich aber sehr schnell der perfekte Fußboden finden!

Wie finde ich meinen eigenen Stil?

Sie haben das Gefühl, immer noch nicht wirklich den eigenen Stil gefunden zu haben? Sie mögen zwar die Möbelstücke und Einrichtungselemente, die Sie besitzen, aber so richtig identifizieren können Sie sich damit nicht? Es ist ein bisschen so, als würden Sie nicht im eigenen Zuhause leben? Dann wird es höchste Zeit, dass Sie herausfinden, wie Sie Ihren eigenen Stil finden können.

Ermitteln Sie Ihre Lieblingsstücke

Gehen Sie einmal durch all Ihre Räume und wählen Sie die Stücke aus, die Sie am meisten mögen. Oftmals sind das die Dinge, mit denen Sie viel verbinden, die Sie schon lange besitzen oder die Unikate sind (weil aus einem besonderem Land selber mitgebracht, oder geschenkt bekommen oder selber gemacht..). Diese Lieblingsstücke gilt es besonders in den Fokus zu rücken. Wenn Sie die Lieblingsstücke identifiziert haben, haben Sie bereits eine erste Idee, wohin Ihr Stil gehen könnte.

In der Ruhe liegt die Kraft

Ja, es ist schwer, nicht alles auf einmal zu kaufen und einzurichten. Wenn wir unsere Räume neu bestücken, neigen wir dazu, alles sofort mitzunehmen und zu kaufen. Dann werden wir vor allem von Impulskäufen übermannt, die wir zu späterer Zeit hin und wieder leider auch bereuen.

Von daher ist es wichtig, sich Zeit zu lassen, auch mit Kaufentscheidungen. Ein gut eingerichteter Raum entsteht Schritt für Schritt und es kommt immer wieder etwas hinzu.
Wenn Sie sich sicher sind, ein Möbelstück oder Accessoire zu kaufen, dann schlagen Sie zu. Diese Entscheidung werden Sie höchstwahrscheinlich nicht bereuen. Auch die Stilsicherheit wächst dadurch, denn nur Dinge, die wirklich Ihrem Stil entsprechen, werden Sie auch noch später haben wollen.

Die Vorlieben in den Stil integrieren

Kleinigkeiten, die unsere Vorlieben widerspiegeln, können wunderbar in die Einrichtung integriert werden und verleihen unserem Zuhause so eine persönliche Note. Wenn Sie z.B. Reiseliebhaber sind und tolle Souvenirs aus fernen Ländern mitgebracht haben, geben Sie diesen einen besonderen Platz in Ihren Räumen.

Sind Sie ein Technik-Liebhaber, können Sie Ihre Technik-Geräte auch auf ästhetische Art und Weise in das Gesamtbild integrieren. Arbeiten Sie oft mit Nadel und Faden, können Sie Ihre bunten Garne ebenfalls als Stilelement in die Dekoration einfügen. Erst durch Ihre Persönlichkeit und Ihre Vorlieben entsteht ein ganz persönlicher Stil. Alles andere ist es nur ein Abklatsch einer Einrichtungszeitschrift.

Wichtig ist dabei: Es sollten Ihre aktuellen, nicht Ihre alten Vorlieben sein. Nur weil Sie als Kind gerne mit Lego gespielt haben und die Steine noch besitzen, muss es keinen Platz in Ihrer Einrichtung finden. Es sei denn natürlich, Sie stehen immer noch auf Lego. 🙂

Authentizität leben

Wenn Sie anderen immerzu nacheifern, finden Sie niemals Ihren eigenen Stil. Das gilt sowohl für Mode und Charakter, als auch für den Einrichtungsstil. Wenn Ihre Freundin puristisch eingerichtet ist und Sie dies unbedingt auch wollen, obwohl Sie aber eine Vorliebe für das Sammeln vieler Dinge haben, dann werden Sie sich langfristig so nicht glücklich werden. Hören Sie auf Ihren eigenen Charakter, Ihre eigenen Vorlieben und kopieren Sie nicht irgendeinen Stil, der eigentlich gar nicht zu Ihnen passt.

Stilbrüche einbauen

Wie bereits vorher beschrieben, wirken einheitliche Oberflächen und Farben schnell langweilig und steril. Besser ist es, verschiedene Materialien oder Oberflächen miteinander zu kombinieren und für kleine Hingucker zu sorgen. Ein massiver, schwerer Esstisch mit einem modernen, “quietschepinken” Stuhl z.B. sorgt für einen Blickfang im Raum und zeigt Ihre Stilsicherheit. Aber natürlich gilt auch hier: Nehmen Sie nur Einrichtungsgegenstände, die Sie persönlich auch ansprechen und die Ihre Vorlieben unterstreichen.

Das tägliche Leben berücksichtigen

Wenn Sie Kinder haben, die in Ihrem Wohnzimmer spielen möchten, dann schaffen Sie eine Spielecke für die Kleinen. Natürlich ist es schicker, wenn Sie alles ordentlich und einheitlich eingerichtet haben. Aber der Alltag sollte bei der Einrichtung berücksichtigt und integriert werden. Die Kinder werden sich freuen und Ihr Stil wird noch authentischer, weil Sie nicht versuchen etwas widerzuspiegeln, was Sie nicht sind.

Fazit: Immer wieder inspirieren lassen

 Man kann sich tatsächlich guten Geschmack “antrainieren”. Dies schaffen Sie, indem Sie immer mal wieder in Einrichtungszeitschriften blättern oder Blogs wie den unseren im Internet lesen.

Schreiben Sie sich auf oder speichern sich auf dem PC ab, was Sie dabei besonders anspricht und Sie für besonders ästhetisch halten. Langfristig wird sich dadurch Ihr eigener Stil immer deutlicher abzeichnen und für Ihre Einrichtungspläne nutzen lassen.

Die Wandgestaltung: Psychologie der Farben

Farben wirken sich auf unser Gemüt aus – das ist längst bewiesen. Eine grüne Wand soll z.B. beruhigend und entspannend wirken, daher eignet sich diese Farbe sehr gut für das Schlaf- oder Wohnzimmer.

Was Farben bei uns bewirken und welche Farbe zu welchen Möbeln am besten passt, lesen Sie in unserer kurzen Zusammenstellung.

Rot:

Die Farbe Rot steht für Lebensfreude und Wärme, für die Liebe und für Energie. Sie wirkt, wenn wir sie richtig dosieren, anregend. Die Farbe ist kräftig und auffällig, daher ist eine einzelne rote Wand als Blickfang besser, als einen Raum komplett rot zu streichen. Dann kann sich die Energie und die anregende Wirkung der Farbe auch schnell ins Negative verkehren und schlimmstenfalls sogar aggressive Gefühle in uns auslösen. Einzelne, rote Highlights an den Wänden sind ebenfalls Hingucker und verfehlen ihre Wirkung nicht.

Orange:

Diese Farbe ist appetitanregend und soll die Kreativität fördern. Orange eignet sich besonders gut in Räumen, die mit nur wenig natürlichem Licht ausgestattet sind und kühl sind. Hier spendet die Farbe Wärme. Die Wirkung der Appetitanregung ist natürlich ideal für das Esszimmer oder die Küche.

Gelb:

 Gelb steht für Licht, Freude und Wärme. Die Farbe macht uns ebenfalls kreativ und sogar wach und schafft gute Laune. Für einen Arbeitsplatz eignet sie sich daher besonders gut.

Grün:

 Grüntöne beruhigen uns und wirken ausgleichend. In einem Raum, der grün gestrichen ist, finden wir Entspannung und Balance. In Badezimmern oder Schlafzimmern, aber auch im Arbeitszimmer eignet sich die Farbe daher besonders gut.

Blau:

 Die Farbe Blau vermittelt uns ein Gefühl von Kälte, aber sie wirkt gleichzeitig auch beruhigend und entspannt. Sie wirkt ruhig und fast schon meditativ. Viele Schlafzimmer werden daher in Blautönen gestrichen oder mit blauen Accessoires ausgestattet, denn dies beruhigt nervöse Menschen und schafft zudem ein Gefühl der Frische und Klarheit.

Violett:

 Violett ist extravagant und fördert die Sensibilität. Sie wirkt majestätisch und erinnert an alte königliche Zeiten. Da die Farbe sehr auffällig und schwer ist, sind kleine Farbakzente oder eine einzelne Wand, umrahmt von weiß, eine bessere Wahl als ein komplett violett gestrichener Raum.

Braun:

Die Farbe Braun vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit und Wärme. Der Erdton wirkt bodenständig und natürlich und sorgt sowohl an der Wand, als auch als Accessoire (z.B. als Sofa) für eine gemütliche Atmosphäre im Raum. Daher eignet sich die Farbe besonders gut im Wohnzimmer oder Schlafzimmer.

Schwarz:

 Zugegeben, schwarz ist eine sehr dramatische Farbe, vor allem an der Wand. Schwarz kann erdrückend und sogar furchterregend wirken, aber auch geheimnisvoll und modern. Wenn an der Wand eingesetzt, sollte es nur sehr wenig dosiert werden, denn sonst kann der Raum sehr klein und erdrückend wirken. Als Accessoire sind aber schwarze Möbel oder andere Dekogegenstände in schwarz ein super Hingucker, vor allem in Kombination mit metallischen oder pastelligen Farbtönen. 

Weiß:

 Die Farbe Weiß steht für Reinheit, Unschuld und Helligkeit, aber auch für Frische. Wenn alles zu weiß ist, denken wir aber auch schnell an ein Krankenhaus oder einen anderen sterilen Ort. Weiß macht kleine Räume größer und bietet Helligkeit bei dunklen Räumen.

Zudem eignen sich weiße Wände super, um sie mit anderen farblichen Accessoires (bunte Bilderrahmen, Vorhänge oder Möbel) zu kombinieren. Verschiedene helle Farbtöne wie beige, weiß und taupe oder champagner können zusammen kombiniert ebenfalls sehr harmonisch und rein wirken.

Zusätzliche Tipps:

  • Grundsätzlich lässt sich mit Farbe im Raum viel Wirkung erzielen. Ein Raum wirkt z.B. höher, wenn die Decke heller als die Wände gestrichen ist. Ein sehr langer Raum kann durch eine kräftige Farbe an der Stirnseitenwand optisch kompakter gemacht werden.
  • Dunkle Farben lassen kleine Räume größer erscheinen, denn durch die dunklen Farben verschwimmen die Raumgrenzen für das Auge.
  • Grau ist ein Allroundtalent. Mit verschiedenen Grautönen an Wand, Decke, Tür- und Fensterrahmen erhält ein Raum eine sehr elegante, dynamische Note. Auch die Kombination aus weißer und grauer Wand wirkt sehr edel und kann mit grauen Accessoires abgerundet werden.

 

  • Generell wirken Räume insgesamt stimmiger und ruhiger, wenn Fußleisten, Türen, Fensterrahmen und auch die Heizungen in der gleichen Farbe wie die Wand gestrichen bzw. lackiert werden.

 

Fazit

 

Es ist sicherlich nicht verkehrt, sich vor dem Renovieren oder Einrichten mit der Psychologie der Farben vertraut zu machen. Doch am Ende entscheidet trotzdem Ihr Geschmack – denn Sie sollen sich in Ihrem Zuhause wohlfühlen!