Selbst ist der Mann – und überschätzt sich doch zu gern

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Männer, machen wir uns nichts vor. Nicht jeder von uns ist der geborene Heimwerker. Vielleicht haben wir dafür andere Qualitäten – oder einfach Pech gehabt. Lange Rede, kurzer Sinn: In längst nicht jedem von uns steckt ein Maurer, ein Fliesenleger oder ein Elektriker. Wirklich nicht. Auch nicht, wenn die Werbung aus dem Baumarkt etwas anderes verspricht.

Es gibt zwar immer was zu tun, und man kann sich den (eigenen) Respekt vor (sich oder) den anderen verdienen, in dem man selber zur Bohrmaschine, der Kreissäge oder dem Vorschlaghammer greift. Doch nicht immer ist das Ergebnis respektabel – und im schlimmsten Fall folgt auf die Blamage einen noch höhere Handwerkerrechnung, denn nun ist alles noch schlimmer als vorher.

Besonders sensible Sanierungen sollten im besten Fall nicht selber erledigt werden: Das Sanieren von Dielenböden gehört in genau diese Kategorie.

Endlich Holzdielen – wenn die nur nicht so abgewohnt wären

Nach dem Kauf der Altbau-Eigentumswohnung und einer Bestandsaufnahme (sofern in dem Käufer denn auch ein Gutachter steckt) der zu erledigenden Arbeiten steht sie fest: Die Sanierungsliste. Ganz besonders und vor allen Dingen zuerst, sollen die schönen alten Holzdielen wieder aufgepeppt werden. Dellen, Kratzer, Farbflecken: Der Boden hat in den vergangenen Jahren einiges durchgemacht.

Sanierte Holzböden haben einen unbändigen Charme, ganz gleich, ob die Einrichtung skandinavisch, puristisch, klassisch oder free-style geprägt ist. Ein Holzboden lebt, er hat eine Geschichte zu erzählen. Damit er auch Ihre Geschichte an die nächste Generation weitertragen kann, empfiehlt es sich, ihn von einem Fachmann sanieren zu lassen.

Wann sollte die Sanierung sinnvollerweise gemacht werden?

Die Sanierung des Fußbodens gehört zu den handwerklichen Arbeiten, die vor dem Einzug erledigt sein müssen, denn schließlich muss die Wohnung komplett leer sein. Natürlich könnten sich die Handwerker auch von Raum zu Raum arbeiten, doch erzeugen das Abschleifen der Böden viel Staub und das spätere Lackieren Dämpfe. Beides wollen Sie lieber „in einem Rutsch“ als in einer fortlaufenden Endlosschleife bei sich zu Hause.

Was für Maschinen kommen zum Einsatz?

Rechnen Sie während der Arbeiten mit einer starken Lärm- und Staubbelästigung. Wenn Sie parallel andere Handwerksleistungen (selber oder extern) erledigt wissen wollen, beschränken Sie sich auf die Bereiche, in denen kein Holzboden liegt. Küche, Bad und Balkon lassen sich also auch während der Bodenarbeiten verschönern, ohne, dass Sie den Profis ins Gehege kommen.

Bedenken Sie, dass, je nach Zustand des Bodens, mehrere Schleifdurchgänge mit großen und kleinen Maschinen durchgeführt werden müssen. Und nichts lieben Handwerker mehr, als wenn Sie sie fragen: „Darf ich auch mal?“

Nach der Staubarbeit kommt das Lackieren / Ölen

Wenn alle Vorarbeiten erledigt sind, geht es um das Finetuning. Je nach Wunsch kommen dann Öle oder Lacke zum Einsatz. Auch diese benötigen oft mehr als einen Auftrag – wohlgemerkt auf der gesamten Bodenfläche der Wohnung. Schnell müssen so nicht wenige hundert Quadratmeter geölt oder lackiert werden.

Damit nicht genug – es kommt die nächste große Maschine zum Einsatz: Die Poliermaschine. Anders gesagt, jetzt wird der Boden gleichmäßig hochglanzpoliert.

Fazit: Kosten gegen Kostenfalle

Je nach Größe der Wohnung kann die Fußboden-Sanierung schnell einige Tausend Euro kosten. Ein Investment, das sich im Rahmen der Werterhaltung der Immobilie in jedem Fall lohnen kann. In die Kostenfalle tappen unbedarfte Eigentümer aber schnell, wenn nach Aufwand abgerechnet wird oder die einzelnen Leistungen nicht klar definiert sind.

Lassen Sie sich also in jedem Fall einige Angebote unterbreiten und vergleichen Sie die Positionen der verschiedenen Firmen.

Und ehrlich: Männer sind auch dann Männer, wenn sie den Handwerkern Brötchen schmieren und sich ansonsten aus der Sanierung raushalten!